Interessante Gesprächsthemen

Heute habe ich mich mal wieder erwischt. In einer Unterhaltung mit einer kinderlosen Freundin erzählte ich ihr stolz, dass Männlen inzwischen häufig Bescheid sagt, wenn er die Windel voll hat. Natürlich ist das eine tolle Entwicklung. Die Frage ist halt nur: Ist das wirklich so spannend für andere Leute?

Ich hatte mir einmal vorgenommen, ncht so eine Mutter zu werden, die andere Leute mit dem Windelinhalt ihres Kindes belästigt. Eigentlich wollte ich so eine Mutter werden, die natürlich ihr Kind liebt, sich aber durchaus auch noch über andere Themen unterhalten kann.

Die Grundlage dafür ist auf jeden Fall vorhanden. Ich habe viele Interessen und Lese auch über verschiedenste Themen Artikel. Auch bin ich kulturell sehr interessiert, mag Musik, gute Bücher, gute Filme,… Es besteht für mich also wirklich eine breitgefächerte Auswahl, über was ich so mit den Leuten reden könnte. Manche sind ja sehr erpicht darauf, etwas über Männlein und seinen bisherigen Weg zu erfahren. Da gebe ich gerne Auskunft. Aber all die kinderlosen Leute in meinem Umkreis, die finden das alles vielleicht doch nicht so spannend.

In der Realität sieht es so aus, dass ich mein Vorhaben ncht in die Tat umsetzen kann. Im ersten Babyjahr habe ich wirklich jedem erzählt, was Männlein so in der Windel hatte, wenn er Blähungen hatte, wenn er geschrien hat und ich nicht dahinterkam, warum. Aktuell erzähle ich dauernd davon, wie man als „Langzeitstillende“ teilweise blöd angesprochen wird, von jedem neuen Wort und von jedem neuen Entwicklungsschritt.

Der Grund, warum es mir so schwer fällt, nicht jeden mit meinem Kind vollzuquatschen ist genau so naheliegend, wie einfach: Es ist mitreißend ein Kind zu haben, zu sehen wie es wächst, wie es lernt, wie seine Persönlichkeit sich entwickelt. Alles, was ich vorher in meinem Leben gemacht habe oder was mich sonst so beschäftigt, erscheint mir nicht annähernd so interessant, so wichtig und so besonders.

Daher finde ich es doch völlig in Ordnung, wenn dieses Männlein mein vorrangiges Thema im Leben ist. Irgenwie finde ich es sogar merkwürdig, dass ich früher nicht so eine Mutter sein wollte. Aber das zählt einfach in die Kategorie „Man kann sich eben nicht vorstellen, wie es ist, ein Kind zu haben.“. Auf jeden Fall würde ich mir so etwas nicht noch einmal vornehmen. Ich will mich ja auch nicht völlig aufs Mutter sein beschränken (um Himmels Willen), aber ich denke es ist richtig, wenn das Kind dasWichtigste und Interessantest im Leben eines Elternteils ist.

Ansonsten möchte ich aber alle, die nichts überWindelinhalt und Zahnungsbeschwerden wissen wollen, bitten, mir das einfach mitzuteilen. Wie ja schon oben geschrieben: Ich bin sehr vielseitig und kann über alles Mögliche gute Gespräche führen.

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