Verbündete

Gestern realisierte ich, dass die Beziehung von Männlein und dem Hund Elvis ein neues Stadium erreicht hat.

Ganz zu Beginn, war es noch echt einfach. Männlein war ein kleines wehrloses Baby, dass Elvis einfach nur abschlabbern wollte. Als Männlein dann mobiler wurde und anfing herumzukabbeln und somit auch Elvis verfolgte, da änderte sich das schon. Irgendwie war das dem Hund unheimlich und er suchte sich Plätze, an die Männlein nicht gelangen konnte. Schließlich wollte der ihn ja auch immer streicheln, was noch nicht so ganz gelang und eher ein  Amfellrupfen war.

Mit der Beikosteinführung wurde Männlein dann erst einmal wieder etwas beliebter. Denn ein Kind, dass essen lernt, lässt bekanntlich auch mal was fallen. Elvis Lieblingsplatz während der Mahlzeiten wurde direkt am Hochstuhl. Aufmerksam richtete sein Blick sich auf Männlein und sobald etwas herunterfiel, schnappte er es sich. Interessanterweise frass Elvis so auch Sachen, die er sonst links liegen ließ. Mir war das recht, denn so war das Saubermachen nach dem Essen relativ überschaubar.

Einen kleinen Rückschlag bekam die Beziehungsentwicklung dann, als Männlein anfing zu laufen und zeitgleich auch auf Möbel zu klettern. Elvis war so auf seinem Sofaplatz nicht mehr sicher vor kindlichen Liebesbekundungen. Zum Glückk lernte Männlein in etwa zur gleichen Zeit, dass man dem Hund nicht am Fell herumreißt und wie man „Ei“ macht. Das Streicheln vom Männlein ist somit zwar immer noch unbeholfen, aber immerhin lieb und relativ sanft.

Nun zum neuesten Beziehungsstadium. Wenn wir draußen sind, fordert Elvis Männlein auf, für ihn Kastanien zu werfen!!! Gut die Kastanien landen eigentlich direkt vor Männleins Füßen, sodass nicht wirklich ein Aportiertspiel entsteht, aber die Geste zählt.

Und was die beiden zu Verbündeten macht: Gemeinsam gelingt es ihnen immer wieder mich auszutricksen. Eigentlich bekommt Elvis zwei Mal täglich Futter. Nun ist es so, dass Männlein es liebt den Hund zu füttern und es mehrmals täglich schafft, den Trockenfuttersack zu öffnen und dem Hund Händchenweise Futter zu verabreden. Sind wir in der Küche, richtet sich die Aufmerksamkeit von einem der beiden eigentlich immer auf den Futtersack. Ich lasse das Spiel zu und gebe Elvis dann eben zu seinen geregelten Zeiten weniger oder (wenn Männlein sehr viel gefüttert hat) gar kein Futter. Ich freue mich einfach, dass die Zwei ihren Weg miteinander gehen und hoffentlich noch gute Freunde werden, denn wie ich ja schon vor längerer Zeit geschrieben habe, ist Elvis so gar kein Kinderhund. Alles was in seinen Augen meine Kinder in ein positives Licht rückt ist somit erlaubt. Auch wenn ich manchmal das Gefühl habe ausgetrickst zu werden.

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